Pfingsten 2009:   Urlaub in Kaltern

Die Redewendung "Der Berg ruft" habe ich schon öfters gehört. Inzwischen weiß ich auch, was das bedeutet. In unserem Urlaub hat der Berg fast jeden Tag "gerufen". Das war auch gut so, denn unten im Tal herrschte zumindest während der ersten Tage eine Bruthitze. Meine beiden Zweibeiner kennen mich mittlerweile sehr gut und wissen, dass mir die hohen Temperaturen schnell zu viel werden. Je mehr Höhenmeter wir hinter uns brachten, desto besser fühlte ich mich - ich war voller Tatendrang. Oben in den Bergen fand ich immer erfrischende Bäche oder Seen,  in denen ich mich abkühlen konnte. Und wisst ihr, was ganz super war? Je höher wir kletterten, desto mehr Schnee gab es noch - da kannte meine Begeisterung keine Grenzen mehr!

Hier nun einige Impressionen unseres Aufenthalts in Südtirol...

 

                                                          Tretsee am Nonsberg:

Wenn ihr regelmäßig auf meine Homepage geschaut habt, dann wisst ihr, dass wir vor gut einem Jahr, nämlich an meinem Geburtstag, schon einmal hier waren.

Bäche, ein wunderschön gelegener See einschließlich Schlammpfützen, Blumenwiesen (die begeisterten Frauchen mehr als mich), Wälder, in denen es viel zum Schnuppern gibt - der Tretsee ist einfach ein lohnendes Ausflugsziel.

Na Herrchen - spiel doch eine Runde mit mir!

 

       Vom Nigerpass zur Hanicker Schwaige unter den Vajolettürmen (Rosengarten)

Ich traute meinen Augen kaum, als ich zum ersten Mal in diesem Urlaub den Schnee sah! Mann - war das eine tolle Überraschung!

Während ich am Bach schwer arbeitete, trieb sich Frauchen mal wieder in der Botanik rum.

Hinterher waren wir beide ziemlich fertig und brauchten "dringend" eine Pause.

Falls wir heute noch auf der Hanicker Schwaige ankommen wollten, mussten wir langsam wirklich weiterlaufen...

Findet ihr nicht auch, dass man in dieser tollen Landschaft die Zeit vergessen kann?

 

                                Auf dem Labyrinthsteig unterhalb des Latemars

Das war vielleicht ein lustiger Ausflug! Es lag noch so viel Schnee, dass vom Steig nichts zu sehen war - aber das machte die Sache nur noch spannender. Wirklich verlaufen haben wir uns nicht - meine Zweibeiner haben mich ohne größere Probleme durch das Felsengewirr gelotst.

Ich würde da entlang laufen - oder was habt ihr vor?

Natürlich mischte ich kräftig mit, wenn's darum ging, den richtigen Weg zu finden.

Wir waren immer mal wieder unterschiedlicher Meinung über die richtige Route, aber letztendlich fanden wir immer eine gemeinsame Lösung.

Während meine beiden mal wieder beratschlagten, wo es weitergeht, legte ich eine kleine Spiel- und Nagerunde ein.

Und dann waren wir auch schon durch und konnten die Aussicht auf den Rosengarten genießen.

 

                                                                      Rosengarten

Der schöne Ausblick gestern auf den Rosengarten machte schon mal Laune, heute in diesem Gebiet zu wandern. Meine beiden beschlossen, vom Karerpass aus zur Rotwandhütte zu laufen. Dort waren sie vor vielen Jahren schon mal und konnten sehr viele Murmeltiere - zum Teil aus nächster Nähe - beobachten. Auch dieses Mal pfiff es ununterbrochen . Wir sahen auch welche, aber immer nur aus sicherer Entfernung. Das lag wahrscheinlich an mir. Die konnten ja nicht wissen, dass ich völlig harmlos bin und sie nur mal näher kennenlernen wollte.

Ich fand die Tour wirklich toll: Die Sonne schien und der Wind war richtig erfrischend (meine beiden Zweibeiner bezeichneten ihn allerdings als total eisig und zogen schnell ihren Fleece über...)

Das folgende Bild zeigt das Latemar, wo wir gestern auf dem Labyrinthsteig "umhergeirrt" sind...

Frauchen kletterte mal wieder zwischen den Felsen rum - immer auf der Suche nach Blumen. Sie wurde wie immer fündig - dieses Mal waren es Küchenschellen, die gerade am Aufblühen waren.

Meine Güte - war der Hammel aufdringlich! Der schlonzte mir doch tatsächlich im Gesicht herum. Nee - das war absolut nicht in Ordnung. Ich lass' mich doch nicht von wildfremden Tieren abschlotzen...

                                            

                                                               Kleiner Ifinger (2552 m)

Und dann kam der Höhpunkt der Woche! Ich durfte meinen ersten richtigen Gipfel besteigen. Eigentlich war die Aktion schon für den Herbst geplant - sie musste allerdings aufgrund des schlechten Wetters verschoben werden.

Ich war schon ein bisschen aufgeregt. Meine beiden hatten sich den Kleinen Ifinger hoch über Meran ausgesucht. Angesichts der Tatsache, dass Meran auf ca. 300 m Höhe liegt, der Kleine Ifinger aber über 2500 m hoch ist, bekam ich ziemlich weiche Knie. Das ging ja verdammt weit rauf! Frauchen und Herrchen beruhigten micht sofort: Es gibt dort eine Seilbahn, die uns auf 2000 m hinaufbrachte. Na - das hörte sich ja schon viel besser an. Die restlichen paar Höhenmeter waren für mich dann wirklich kein Problem mehr. 

Kurz nach der Bergstation der Seilbahn hatten wir einen tollen Blick auf mein Gipfelziel. Der Kleine Ifinger ist der rechte Gipfel, gleich links davon ist der Große Ifinger, der noch ein paar Meter höher ist. Für mich ist er aber unerreichbar. Das letzte Stück zum Gipfel führt über einen kurzen Klettersteig.

Auf dem nächsten Bild sieht man die Aufstiegsroute auf der Rückseite des Berges (Frauchen hat sie rot eingezeichnet).

Von jetzt an musste ich an die Leine. Es wurde ziemlich steil und manchmal war der Pfad auch ein bisschen ausgesetzt. Mir machte es richtig Spaß, über die Felsen zu klettern. Unterwegs blieben die beiden immer mal wieder stehen, um die tolle Aussicht zu genießen. Vielleicht brauchten sie aber auch nur eine Verschnaufpause????

Und dann waren wir auch schon oben und sahen auf das tief unter uns liegende Meran.

Meine beiden waren ungalublich stolz auf mich. Ich bekam am Gipfel jede Menge Leckerli - quasi den "Jackpot"!

Beim Abstieg nahm mich dann Frauchen unter ihre Fittiche...

"Endlich" wieder abgeleint, düste ich in Höchstgeschwindigkeit über alle noch vorhandenen Schneefelder...

 

                                Schlernbodenhütte und Prosslinger Schwaige

Frauchen hatte eigentlich noch einen zweiten Gipfel im Hinterkopf: den Schlern. Frauchen und Herrchen waren vor Jahren schon mal oben und fanden es supertoll. Wir machten deshalb im Schlerngebiet eine Wanderung, um die Lage zu peilen. Um es vorwegzunehmen: Die Besteigung fiel aus, da auf der Aufstiegsroute noch zu viel Schnee lag.

Blick auf den vorderen Teil des Schlernmassivs...

Beginn der Wanderung war Bad Ratzes in der Nähe von Seis. Dies bedeutete wieder eine endlose Kurverei aus dem Eisacktal nach oben. Diese ewigen Kehren gingen mir manchmal schon auf die Nerven. Obwohl Herrchen wirklich so vorsichtig wie möglich fuhr, rutschte ich in jeder Kehre im Kofferraum hin und her. Ich wusste, dass sich das nicht vermeiden ließ. Die ganzen Strapazen waren aber regelmäßig mit dem Sprung aus dem Auto vergessen.

Bis wir zur Schlernbodenhütte kamen, war mir ziemlich warm. Glücklicherweise hatten die Wirtsleute nicht nur für die Gäste vorgesorgt und Tische sowie Bänke aufgestellt. Sie hatten offensichtlich auch ein Herz für Hunde, denn direkt vor den Bänken stand ein Brunnen mit supererfrischendem Wasser.

Endlich kam Stimmung auf: Ich platschte zur Freude aller Wanderer sofort in den Brunnen und räkelte mich genüsslich darin - ich hörte Frauchen nur wieder "happy showman" flüstern... Die Freude unter den Zuschauern war noch größer, als ich wieder heraussprang und mich ausgiebig schüttelte. Keiner war mir wegen der unfreiwilligen Dusche böse - im Gegenteil, alle lachten und freuten sich mit mir.

Rast auf dem Weg zur Prosslinger Schwaige

Unterwegs gab es zu meiner Freude wieder ein paar Schneefelder

Der Weg war überhaupt sehr abwechslungsreich. Es war wie an allen anderen Tagen auch: Es gab so viele neue Eindrücke, dass ich in der Ferienwohnung regelmäßig in einen tiefen Schlaf verfiel - allerdings nur so lange, bis Frauchen mit der Futterschüssel klapperte...

Waalwege sind in der Umgebung von Meran ein Muss - wir liefen auch in diesem Urlaub an dreien entlang.

 

                                                                  Schenner Waal

Dieser Wal gefiel mir am wenigsten. Die Aussicht auf das Meraner Becken war zugegebenermaßen genial - aber wie ihr wisst, sind schöne Ausblicke für mich nicht die absoluten Highlights. Der Waal war fast durchgängig kanalisiert und randvoll mit Wasser, das eine sehr starke Strömung hatte. Grund genug für Frauchen, mich nicht hineinzulassen: Sie sah mich mit ihrer blühenden Fantasie schon in einem der zahlreichen Rohre verschwinden - von der reißenden Strömung mitgerissen! Manchmal geht ihre Vorstellungskraft schon ein bisschen mit ihr durch. Als ob ich mit meinen 34 kg so schnell weggespült werden würde!

Auf dem Rückweg war dann überraschenderweise nur noch ein Bruchteil des Wassers im Waal, so dass ich doch noch zu meinem Badespaß kam.

 

                                                                      Kuenser Waal

Der war richtig idyllisch und plätscherte durch Wald und Wiesen. Dieses Mal brauchte Frauchen auch eine Abkühlung. Durch den Aufstieg war ihr mächtig warm geworden. Schnell zog sie Schuhe und Socken aus, krempelte die Hosen hoch und schon ging der Spaß los.

                     

                                                                      Villanderer Waal

Wir kombinierten den Waal mit einer Rundtour auf der Hochebene von Villanders. Heute war sogar ich von der Aussicht beeindruckt. Vom Peitlerkofel über die Geissler Spitzen, Sella, Langkofel, Plattkofel, Seisser Alm, Rosszähne und Schlern bis hin zum Rosengarten war alles zu sehen.

Es war Genuss pur!

Der Esel war wenigstens nicht so aufdringlich wie neulich dieser Hammel!

Mit Frauchen und Herrchen...

So könnte das Leben weitergehen....Andererseits freue ich mich auch schon wieder auf Stuttgart. Mal sehen, was dort so alles passiert ist solange ich weg war.

Sobald es Neuigkeiten gibt, werde ich berichten!

                                                                         Urlaube