Am Anreisetag brauchten wir starke Nerven: Die Stauvorhersage hat sich bewahrheitet. Gott und die Welt fuhr über Fasching in die Berge. Wir brauchten doppelt so lange wie vom Navi vorausberechnet. Frauchen bedauert an solchen Tagen immer ihre Berufswahl...
Aber daran lässt sich in ihrem Alter nun auch nichts mehr ändern! Na ja - irgendwann am späten Nachmittag kamen wir doch noch an und gingen gleich eine Runde laufen. Wir bekamen angesichts der Schneemassen schon einen Vorgeschmack auf das, was uns in den nächsten Tagen erwartete.

Es war einfach herrlich, mich mit Frauchen und Herrchen abseits der Wege durch den tiefen Schnee zu wühlen.







Unterwegs traf ich immer mal wieder andere Vierbeiner, mit denen ich zusätzlich noch ein bisschen rumhopsen konnte. Viel Spaß hatte ich mit einem Retrievermädchen, mit dem ich eine ganze Weile spielte.



Und dann begegnete uns Felix, ein einjähriger 60 kg schwerer Rüde. Er war trotz seiner körperlicher Übermacht sehr schüchtern. Ich versuchte alles, um ihn zum Spielen zu animieren: Aber keine meiner Showeinlagen hatte wirklichen Erfolg - obwohl ich alle Register zog!!!



Der dritte Tag toppte alles, es schneite von morgens bis abends wie verrückt. Nach fünf Stunden sahen wir alle drei wie die Schneemänner bzw. -frauen aus. Als Frauchen in der Hütte "auftaute" hatte sie klatschnasse Haare. Herrchen hatte wenig Verständnis dafür, dass sie wieder mal den ganzen Tag ohne Mütze rumlief - zur Erklärung: Frauchen setzt nur im äußersten Notfall eine Kapuze oder Mütze auf und der Notfall war für sie trotz des Schneegestöbers noch lange nicht gegeben - dazu waren die Temperaturen einfach nicht kalt genug.









Der nächste Tag sollte laut Wetterbericht wunderschön werden. Also beschlossen meine beiden Zweibeiner, die gleiche Tour noch einmal zu machen - außer den uns direkt umgebenden Bäumen konnten wir am Tag zuvor beim besten Willen nichts sehen...
Es dauerte allerdings eine ganze Weile, bis sich Wolken und Nebel verzogen hatten. Dann aber bot sich uns eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch. Wir genossen die Stunden im Schnee in vollen Zügen!
Frauchen und Herrchen waren von meinen "Wühlmausaktivitäten" total beeindruckt...



















Zu Beginn unseres Urlaubs ließ ich mich von den hohen Barrieren rechts und links vom Weg noch beeindrucken, aber dann fand ich schnell heraus, dass ich sie mit einem Satz überwinden konnte. Von diesem Zeitpunkt an war ich öfters mal hinter den Schneemassen "verschwunden" - allerdings nur kurz: Ohne Frauchen und Herrchen halte ich es nie lange aus.







Dann war der kurze Zwischenhocheinfluss auch schon wieder vorbei. Mir war das völlig egal - ich brauche nicht viel, um glücklich zu sein: Schnee, Wasser, Schlamm und Matsch (beides gab es zur großen Freude meiner beiden leider nicht!), lange Spaziergänge, Spieleinlagen mit Frauchen und Herrchen oder Vierbeinern, Kuscheleinheiten, Leckereien, eine ruhige Ecke zum Träumen...
Ich wusste, dass ich den Schnee noch ausnützen musste, denn in Stuttgart beginnt sicher bald der Frühling. Also wälzte ich mich fast pausenlos. Herrchen hat mal mitgezählt: Innerhalb von 10 Minuten robbte und wälzte ich mich 15-mal genüsslich durch den Schnee...




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Am letzten Tag "entdeckte" ich die Schneeberge rechts und links von den Wanderwegen. Ich kletterte auf alle hinauf - man hat von oben einfach den besseren Überblick...








Meine beiden Zweibeiner ließen sich mal wieder von mir inspirieren und kletterten mit mir um die Wette nach oben und unten. Natürlich war ich schneller - aber ich ließ die beiden zwischendurch auch mal gewinnen. So hatten wir alle drei jede Menge Spaß!













Dann war der Urlaub leider auch schon wieder vorbei. Bevor wir uns auf den Weg nach Stuttgart machten, liefen wir aber noch eine Runde durch den herrlichen Schnee.





Zum Schluss hat Frauchen noch ein paar Bilder von mir ausgesucht, auf denen ich so zu sehen bin, wie mich meine beiden unwahrscheinlich mögen: voller Selbstbewusstsein, Ruhe und Gelassenheit, Unternehmungslust, Neugierde, Spiellaune und mit einem fröhlichen Lächeln im Gesicht.














Natürlich haben meine beiden auch wieder Videos gedreht. Die müssen aber erst noch bearbeitet werden.


