Die letzte Woche von Frauchens Weihnachtsferien verbrachten wir wieder im Tannheimer Tal. Dieses Mal hatten wir mit dem Schnee mehr Glück. Während wir bei unserem letzten Aufenthalt auf den Wiesen öfters mal eine Wasserschlacht machen konnten, hatten wir nun - sozusagen als ausgleichende Gerechtigkeit - einen tollen Schnee.
Das Wetter ließ keine Wünsche offen. Bei eisigen Temperaturen von bis zu - 19°C mummten sich meine beiden entsprechend ein - mir machen die tiefen Temperaturen ja sowieso nichts aus - und schon ging's auf Entdeckungstour. Nachdem ich inzwischen so gut wie ausgewachsen bin, konnten meine beiden auch längere Touren mit mir planen. Das war manchmal ganz schön anstrengend - vor allem dann, wenn wir im tiefen Schnee auch noch spuren mussten - wobei ich zugeben muss, dass meine beiden das Spuren eigentlich für mich übernahmen. Ich fand es allerdings recht schnell langweilig, immer nur hinterher zu laufen - also bahnte ich mir immer mal wieder meine eigenen Wege, was allerdings ziemlich viel Kraft kostete. Es war aber absolut toll. Wir begegneten in diesen Regionen keiner Menschenseele - was vor allem Frauchen wie immer sehr genoss.
In einer solchen Umgebung fühlen wir uns alle drei unglaublich wohl! Wir befinden uns auf dem Bild unten mitten auf dem Vilsalpsee, der bei diesen frostigen Temperaturen dick zugefroren war.

Was ist denn das? Da steht mitten auf dem See so ein komisches Männchen rum! Natürlich muss ich sofort untersuchen, ob das "echt" ist...

Hier muss vor nicht allzu langer Zeit eine kleine Lawine abgegangen sein - natürlich kam ich locker drüber. Frauchen überquerte das Lawinenfeld allerdings als erste, um Herrchen und mich fotografieren zu können.





Spielen und Herumtollen stand jeden Tag auf dem Programm. Ich glaube, ihr Menschen hättet Frauchen und Herrchen in diesen Momenten als völlig kindisch und albern bezeichnet. Mir ist es völlig egal, was andere denken, Hauptsache, wir drei haben Spaß! Und den hatten wir!













Frauchen ist der Meinung, dass ich inzwischen ein richtiger Kraftprotz geworden bin. Das stimmt schon, denn wenn Frauchen nicht aufpasst, kommt sie bei unseren wilden Spielen schon mal aus dem Gleichgewicht und fällt auf den Bauch. Herrchen hat das natürlich gefilmt (Video).
Fangen muss ich noch ein bisschen üben...


Beim Rennen im Schnee dagegen bin ich unschlagbar schnell...
(Video; bei dem zweiten Video bin ich in Zeitlupe zu sehen, wie ich auf dem Pfad den Berg herunterrase)

Nur im tiefen Schnee muss ich mich geschlagen geben und mein Tempo zwangsläufig drosseln (Video).
Und dann am dritten Tag unseres Aufenthalts packten die beiden supertolles Spielzeug aus: Herrchen förderte aus der Dachbox 4 lange, schmale Bretter und 4 ebenso lange Stöcke zutage. Meine beiden schnallten sich die Bretter an und setzten sich in Bewegung oder besser gesagt, sie versuchten es: Ich bremste die beiden immer sofort aus, indem ich vom einen zum anderen sprang, natürlich immer direkt vor die Bretter oder indem ich versuchte, die Stöcke zu "fangen". Außerdem musste ich die komischen Dinger auch mit meinen Zähnen untersuchen (das zumindest fand Herrchen nicht ganz so prickelnd).
An ein vernünftiges Vorwärtskommen war dank meiner Einlagen nicht zu denken. Mir machte das aber einen Heidenspaß! Ich glaube, die beiden fanden meine Hopserei auch ziemlich lustig - auf alle Fälle gaben sie nach kurzer Zeit ihre ursprünglichen Pläne auf und fingen an, mich weiter anzustacheln. Und schon war zur Gaudi der anderen Langläufer ein wildes Spiel im Gange...





Falls ihr wollt, könnt ihr euch dazu auch noch einen kleinen Film anschauen.
Und dann war da noch das dunkle Kapitel "Booties". Die beiden hatten sich in den Kopf gesetzt, meine Pfoten vor Eis und Split zu schützen. Also musste ich mir die komischen Schuhe überstülpen lassen. Ich hatte es aber sehr schnell raus, wie ich - zumindest die vorderen - schon nach ein paar Sprüngen abstreifen konnte. So kamen wir natürlich überhaupt nicht vom Fleck und meine beiden waren nach einer Weile ganz schön genervt und ließen mich zwangsläufig wieder "barfuß" laufen. Abgesehen davon passierte meinen Pfoten auch nichts. Die beiden sind manchmal einfach ein bisschen zu besorgt um mich (was ich andererseits allerdings auch sehr genieße!)



Ohne Booties mussten die beiden allerdings häufig Eisklumpen an meinen Pfoten mit den Händen wegtauen - was bei den eisigen Temperaturen oft gar nicht so einfach war.

Und nun zum Schluss noch ein paar Impressionen von einem wunderschönen Winterurlaub, der von mir aus ruhig noch ein bisschen länger hätte dauern können.








